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10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau

Pixellust statt Pixelfrust

Matthias Metzler
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28.05.2007, 00:00 Uhr Matthias Metzler

10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau
Irgendwann ist jede Grafikkarte zu langsam und eine neue muss eingebaut werden. An sich kein großes Problem - doch nur, wenn man dabei einige wichtige Regeln beachtet. Im Folgenden schildern wir Ihnen die zehn gröbsten Fehler, und zeigen Ihnen, wie Sie diese vermeiden.

1. Tipp: Onboard-Grafik abgeschalten

Sie haben einen PC mit Onboard-Grafik, also einen Computer ohne Grafikkarte, bei dem der Grafikchip auf dem Mainboard verbaut ist. Da solche Lösungen in der Regel langsam sind, haben Sie sich eine echte Grafikkarte zugelegt, doch beim Hochfahren des PCs bleibt der Bildschirm schwarz.

Bei den meisten Mainboards wird durch den Einbau einer Karte der Onboard-Chip abgeschaltet. Sollte dies nicht automatisch funktionieren, rufen Sie beim Hochfahren des PCs das BIOS auf - in der Regel durch Drücken der "F2"- oder "Entf"-Taste. Suchen Sie nach einem Eintrag wie "Init Display First", "Primary VGA BIOS" oder "Primary Graphics Adapter". Stellen Sie den Eintrag von "Onboard" auf "AGP" oder "PCIE" um.

2. Tipp: Alte Treiber deinstallieren

10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau
Deinstallieren Sie eine Radeon-Karte immer über das „ATI Software Uninstall Utility“.
Frisch ausgepackt liegt die neue Grafikkarte auf dem Tisch, also schnell den Rechner aufschrauben und den Neuerwerb einbauen. Doch halt! Wer einfach so zur Tat schreitet, riskiert, dass sein PC nicht mehr korrekt startet. Als erstes müssen Sie sämtliche Treiber der alten Karte entfernen.

Um die alten Treiber loszuwerden, gehen Sie in der Systemsteuerung auf Software. Entfernen Sie die Treiber einer Radeon-Karte über den Eintrag "ATI - Software Uninstall Utility" und nicht über "ATI Display Driver".

Bei einer GeForce-Karte wählen Sie den Eintrag "NVIDIA Drivers". Wählen Sie – falls vorhanden - die Option "Nur die folgenden Komponenten entfernen" und setzen Sie in der Auswahlliste einen Haken vor "NVIDIA Display Driver". Verwenden Sie Grafiktreiber des Kartenherstellers, sind diese oft unter einem anderen Namen in Software eingetragen. Treiber vom Hersteller Leadtek finden Sie etwa unter dem Eintrag "Winfast Display Driver". Entfernen Sie auch alle Tuning- und Übertaktungs-Tools der alten Karte, sofern Sie solche verwenden. Fahren Sie schließlich den PC herunter, ein Neustart ist nicht nötig. Im Internet kursieren kleine Tools, die angeblich alle Treiberreste entfernen, so genannte "Drivercleaner". Vom Einsatz solcher Programme raten wir ab, da sie manchmal wichtige Systemdateien löschen.

3. Tipp: Schnittstellen prüfen

10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau
Die Kontakte von AGP und PCI-Express-Karten (unten) unterscheiden sich deutlich.
Ihre neu erworbene Grafikkarte passt nicht in den Steckplatz der alten Karte.

Seit etwa zwei Jahren ist der Anschluss PCIExpress (PCIe) für Grafikkarten üblich. PCIe löst den langsameren Vorgänger AGP ab.

Die neuen PCIe-Karten passen nicht in die alten AGP-Steckplätze und umgekehrt. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf einer Grafikkarte, welche Schnittstelle Ihr Mainboard hat. Am einfachsten sehen Sie im Handbuch des Mainboards oder der alten Grafikkarte nach. Wenn Sie beide nicht mehr besitzen, bauen Sie die alte Grafikkarte aus und vergleichen Sie sie mit den Bildern unten. Nur wenige Mainboards besitzen beide Anschlüsse, wie etwa die Dual-Boards von Asrock. In so einem Fall sollten Sie PCIe bevorzugen. Problematisch sind Karten mit großer Baulänge, die manchmal mit vorhandener Hardware im Gehäuse kollidieren.

4. Tipp: Karten-Treiber prüfen

10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau
Obwohl Sie den Treiber von der mitgelieferten CD installiert haben, treten bei neuen Spielen oder im Windows-Betrieb Darstellungsfehler auf.

Die Treiber-CD, die der Grafikkarte beiliegt, ist in der Regel stark veraltet. Auch die Treiber von der Homepage des Kartenherstellers sind in der Regel nicht sehr aktuell. Installieren Sie deshalb besser die Referenztreiber vom Hersteller des Grafikprozessors. Diese werden meist monatlich aktualisiert und beheben bekannte Probleme mit neuen Anwendungen und Spielen. Bei einer GeForce- Karte bekommen Sie den so genannten ForceWare-Treiber unter www.nvidia.de. Die für eine Radeon-Karte nötige Catalyst-Software erhalten Sie unter http://ati.amd.com/de.

Nachdem Sie die Karte eingebaut haben, fahren Sie den PC hoch. Windows startet automatisch einen Assistenten zur Treiberinstallation. Brechen Sie diesen ab! Starten Sie jetzt die heruntergeladene Software und folgen Sie den Anweisungen auf dem Schirm. Wichtig: Bei der Installation der Treiber sollte keine Virenschutz-Software aktiv sein.

5. Tipp: Stromversorgung berücksichtigen

10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau
Moderne Netzteile besitzen sechspolige 12-Volt-Stecker für PCIe-Karten.
Nach dem Einbau einer Grafikkarte bekommen Sie beim Hochfahren des PCs eine Warnmeldung zur Stromversorgung angezeigt (Radeon) oder den Hinweis, dass Ihre Grafikkarte heruntergetaktet wurde (GeForce).

Die meisten neueren Grafikkarten benötigen eine eigene Stromversorgung. Haben Sie vergessen, diese beim Einbau anzuschließen, bekommen Sie die erwähnten Warnhinweise. In der Regel werden AGPKarten über einem 4-Pin-Molex-Stecker vom Netzteil zusätzlich mit Strom versorgt.

PCIe-Karten benötigen oft einen 6-poligen PCIe-Stromanschluss. Sollte dieser Stecker bei Ihrem Netzteil fehlen, benutzen Sie alternativ den Adapter, der PCIe-Grafikkarten in der Regel beiliegt. In den Adapter stecken Sie dann zwei der oben erwähnten 4-poligen Molex-Stecker.

6. Tipp: Netzteilleistung prüfen

10 ultimative Tipps zum Grafikkarten-Einbau
Molex-Stecker (rechts) benutzt man auch für IDE-DVD-Laufwerke.
Nach dem Einbau der neuen Grafikkarte stürzt der Rechner beim Ansehen von hochaufgelösten Videos oder beim Spielen immer wieder ab oder es zeigen sich seltsame Bildfehler.

Die neueste Grafikkartengeneration braucht deutlich mehr Strom und beansprucht das Netzteil stärker. Gerade hochwertige Grafikkarten und erst recht PCs mit zwei Karten im Parallelbetrieb (SLI oder Crossfire) erfordern ein leistungsstarkes Netzteil. Sehen Sie bei einem Netzteil aber nicht nur auf die Gesamtleistung in Watt, sondern besonders auf die 12-Volt-Stromversorgung. Diese ist in verschiedenen Ampere-Stromstärken angegeben. So sollte etwa für eine High-End-Karte wie die GeForce 8800 GTS die Gesamtleistung der 12-Volt-Leitung mindestens 26 Ampere (A) betragen. Für eine Mittelklasse- Karte reichen aber oft schon 18 A aus. Die genauen Anforderungen an das Netzteil sind meist bei den Systemvoraussetzungen der Grafikkarte vermerkt.

7. Tipp: Bildwiederholfrequenz justieren

Nach dem Einbau der neuen Karte flimmert das Bild ganzflächig oder an bestimmten Stellen.

Standardmäßig wird von Windows eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz (Hz) eingestellt. Besitzer eines Röhrenmonitors (CRT) nehmen dies als störendes Flimmern war. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den leeren Desktop und wählen Sie "Eigenschaften". Klicken Sie im Reiter "Einstellungen" auf "Erweitert". Unter "Monitor" ändern Sie die Bildschirmaktualisierungsrate auf einen Wert zwischen 85 und 100 Hertz.

Achtung: Besitzer eines TFT-Flachbildschirms müssen den Wert dagegen bei 60 Hertz belassen. Dennoch kann es auch hier zu einem Flimmern kommen, etwa bei gestrichelten Flächen. Ursache ist die analoge Übertragung des Bildsignals per VGA (D-Sub). Abhilfe schafft meist eine "Auto"-Taste am TFT. Noch besser ist es, wenn Sie das analoge Monitorkabel durch ein digitales DVI-Kabel ersetzen, sofern TFT und Grafikkarte dies erlauben.

8. Tipp: DirectX oder .NET Framework installieren

Nach dem Einbau der neuen Grafikkarte lässt sich der neue Grafikkartentreiber nicht installieren. Ein Grund kann das Fehlen von DirectX sein, der Grafikschnittstelle von Windows. Sie bekommen die neueste Version von DirectX als kostenlosen Download über www.microsoft.com/ windows/directx/ default.aspx.

Ändern Sie vor dem Download aber die Sprachversion auf Deutsch ("German"). Ein fehlendes .NET Framework verhindert dagegen oft die Installation des ATI-Catalyst- Treibers. In der Systemsteuerung unter Software muss ein Eintrag "Microsoft .NET Framework" vorhanden sein.

9. Tipp: Alte Karte richtig ausbauen

Das 3D-Bild kann leider nicht angezeigt werden

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Sie wollen die alte Grafikkarte ausbauen, doch obwohl sie die Schraube gelöst haben, lässt sich die Karte nicht vom Mainboard lösen.

Auf den meisten Mainboards ist die Grafikkarte am Slot mit einer Plastikklammer zusätzlich gesichert. Diese kann durch einen Lüfter auf der Grafikkarte auf den ersten Blick verdeckt sein.

Wenden Sie keine Gewalt beim Entfernen der alten Karte an. In der Regel müssen Sie die Klammer nur nach unten drücken, um die Karte zu entnehmen. Achten Sie umgekehrt beim Einbau der neuen Karte darauf, dass die Klammer beim Einstecken einrastet.

10. Tipp: Richtige Bildschirm-Einstellung finden

Nach dem Einbau der neuen Karte stimmt die Auflösung nicht mehr, Symbole und Schriften sind viel zu groß. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den leeren Desktop und gehen Sie ganz unten auf "Eigenschaften".

Wählen Sie den Reiter "Einstellungen" an und stellen Sie eine geeignete Bildschirmauflösung ein. Für einen 17- oder 19-Zoll-TFT ist 1280x1024 Pixel die optimale Auflösung, für einen 19- Zoll-Röhrenmonitor (CRT) dagegen stellen Sie 1280x960 Bildpunkte ein.


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