Aldi Medion Akoya P8610
Aldi-Notebook mit 18,4 Zoll im Check
Mit dem Mega-Notebook Akoya P8610 schickt Aldi ab dem 11. Dezember 2008 für 799 Euro einen Mobilrechner aus der Gewichtsklasse "Desktop-Replacement" ins Rennen. Außer dem mit 18,4 Zoll ungewöhnlich großen Display steckt im Medion Akoya P8610 noch eine weitere technische Innovation. Was von der Hardware-Konfiguration und all den Neuerungen zu erwarten ist, gliedert magnus.de hier für sie auf.
Allerdings kann man hier von Mobilität eigentlich kaum mehr sprechen. Ein 16-Zöller wie das Medion Akoya MD 97110 ist so gerade noch "tragbar". Doch 18,4-Zoll-Geräte wie das Akoya P8610 wiegen rund vier Kilo plus Netzteil, damit beschränkt sich die Mobilität meist darauf, das Notebook vom Heimbüro vielleicht noch ins Wohnzimmer oder in die Essecke zu schleppen. Außerdem saugen Displays mit wachsender Diagonale entsprechend viel Energie aus dem Akku. Trotz eines Neun-Zellen-Akkus dürfte das Medion Akoya P8610 erfahrungsgemäß keine zwei Stunden ohne Steckdose auskommen.
Hardware-Check: Das können Sie vom Medion Akoya P8610 erwarten
Anders als von Desktop-PCs bekannt, steckt in dem Begriff SLI nicht das Zusammenschalten zweier Grafikkarten, die im gemeinsamen Verbund die 3D-Leistung im Idealfall verdoppeln wollen. Im Aldi-Notebook sowie in Nvidias Mobilgrafikchips ab GeForce 9600M ganz allgemein steht SLI lediglich dafür, dass sich zwei Grafikchips gegenseitig kennen und miteinander auskommen. Die Zwei, das sind im Falle des Akoya P8610 zum einen der autarke 9600er 3D-Chip sowie zum anderen eine im Chipsatz integrierte Chipsatz-Grafik.
Wozu der Aufwand? Ganz einfach! Im normalen 2D-Betrieb wie Internet oder Office-Arbeiten glüht ein leistungsstarker 3D-Prozessor gern völlig nutzlos vor sich hin, verbraucht aber trotzdem Strom. Chipsatz-Grafiken sind, was den Stromhunger angeht, viel genügsamer. Geht es aber um Spaß und Spiel, arbeitet eine Chipsatz-Grafik dementsprechend wie ein verhungerter Knecht und quält sich von einem 3D-Bild zum nächsten. Deshalb geht Nvidia nun her und verbaut beides: einen integrierten Grafikchip für die 2D-Anwendungen und einen zusätzlichen 3D-Prozessor für Spiele oder andere 3D-basierte Programme. Benötigt der Anwender mal Grafik-Power, drückt er wie hier beim Medion Akoya P8610 einen Knopf und schon übernimmt der stromhungrige, aber potente Grafikspezialist 9600M die 3D-Berechnungen.
Im Prinzip also eine prima Idee von Nvidia, und Medion ist ausdrücklich dafür zu loben, dass sie diese Technik auch einsetzen. Leider ist jedoch der autarke Grafikprozessor 9600 M GS trotz 512 MB Grafikspeicher und DirectX10-Unterstützung kein überdurchschnittlich leistungsstarker Grafikchip und gerade in Verbindung mit der höheren Auflösung des 18,4 Zoll großen Displays (1.680 x 945) geht einem 9600M GS bei modernen Spielen recht schnell die Puste aus. Für DirectX9-Spiele reicht die Grafikleistung im Regelfall aber aus.
Im Vergleich zum Akoya MD 97110 steckte Medion bei der Wahl des Hauptprozessors leicht zurück. Zwar taktet der Intel Core 2 Duo T5800 wie sein Transistor-Bruder P7350 aus dem MD 97110 mit 2 GHz, allerdings stehen dem T5800 nur 2 anstatt 3 MB Level-2-Cache zur Verfügung. Dies kann je nach Anwendung rund 5 Prozent Leistungseinbußen bedeuten, muss es aber nicht – oft ist der Unterschied der Cachegröße kaum spürbar.
An sonstiger Hardware stehen zudem großzügige 4 GB Arbeitsspeicher, eine üppige 320-GB-Festplatte sowie der übliche Multi-DVD-Brenner bereit – auf das erste Blu-ray-Laufwerk in einem Aldi-Notebook warten wir also weiterhin.
Lesen Sie auf der nächsten Seite alles über die Anschlüsse, Ausstattung, Software und unser Fazit zum Aldi-Notebook Medion Akoya P8610.

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