Workshop: Fritz!Box-Tuning
Das alles steckt in Ihrer Telefonanlage
Für viele Anwender ist die Fritz!Box Fon eine kleine Kiste, die PC und Notebook zuverlässig mit dem Internet verbindet – und zusätzlich als Telefonanlage dient. Dabei steckt noch einiges mehr in AVMs Wunderbox.
Mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent sind AVMs Fritz!Box-Modelle klar die beliebtesten (DSL-) Modem-Router in Deutschland. Bei geschätzten 20 Millionen DSL-Anschlüssen dürften aktuell rund 10 Millionen Fritz!Boxen in deutschen Haushalten ihren Dienst verrichten.
Mehrere DSL-Reseller und auch einige regionale sowie überregionale Netzbetreiber haben ein Fritz!Box-Modell im Angebot, das entweder kostenlos oder gegen einen geringen Aufpreis beim Abschluss eines Neuvertrags an den Kunden weitergegeben wird. Die Fritz!Boxen großer DSL-Provider wie beispielsweise die von 1&1 unterscheiden sich äußerlich etwas von den Original-Fritz!Boxen, bieten jedoch in der Regel dieselben Funktionen.
Die Fritz!Box-Fon-Modelle mit integrierter Telefonanlage erhält man in der Regel von DSL-Providern, die zusätzlich einen Internet-Telefonie-Anschluss anbieten. Auch reine Internet-Telefonie-Provider bieten diese Geräte gerne an.
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Bei Letzteren handelt es sich um Telefonanschlüsse, die allein über das Internet, sprich die DSL-Leitung, genutzt werden. Alle Telefonate, egal, ob übers Festnetz oder die DSL-Verbindung, lassen sich dabei über herkömmliche, an die Fritz!Box Fon angeschlossene Telefone nutzen. Die folgenden Tipps sollten mit nahezu allen Fritz!Box-Fon-Modellen funktionieren. Wir haben sie an den weit verbreiteten Geräten Fritz!Box Fon WLAN 7170 und Fritz!Box Fon WLAN 7270 getestet.
Beide Geräte sind mit einer ISDN-/Analog-/VoIP-Telefonanlage ausgestattet und besitzen außerdem einen WLAN-Access-Point für drahtlose Netzwerkverbindungen. Letzteres spielt jedoch nur für Tipp 3 eine Rolle. Eine Übersicht über die Unterschiede in der technischen Ausstattung der Fritz!Box-Produktlinie finden Sie unter dem Link http://tinyurl.com/6joq4o.
Tipp 1: Firmware-Updates
In den aktuelleren Versionen läuft das Update bereits automatisch per Mausklick ab. Bei Durchführung des Firmware-Updates sollte Ihr Rechner nicht über WLAN sondern per Kabel mit der Fritz!Box verbunden sein. Öffnen Sie zunächst das Webmenü der Fritz!Box, indem Sie im Adressfeld des Browsers die Seite http://fritz.box aufrufen.
Klicken Sie zunächst oben auf "Einstellungen", und gehen Sie dann auf den Assistenten "Firmware aktualisieren". Findet dieser nach einem kurzen Suchvorgang eine aktuellere Version, klicken Sie auf "Firmware-Update jetzt starten" – und alles Weitere läuft vollautomatisch.
Wer eine ältere Firmware auf seinem Gerät installiert hat, bei der das automatische Update noch nicht funktioniert, sollte auf die Fritz!DSL-Software zurückgreifen. Den Download-Link zur aktuellen Version des Tools liefert das Webmenü der Fritz!Box unter "Einstellungen/Programme". Laden Sie sich die rund 10 MByte große "Fritz!DSL Software" herunter, und installieren Sie das Tool.
Ein Klick auf "Update" und Fritz!DSL sucht nach einem aktuellen Firmware-Update. Liegt eines vor, bestätigen Sie mit "Ja", und das Tool führt Sie automatisch zur Download-Seite mit der Firmware.
Nach einem Klick auf "Durchsuchen" wählen Sie die (Firmware-) Datei mit der Endung ".img" aus, die Sie gerade von AVM heruntergeladen haben, und klicken Sie dann auf "Öffnen" und "Update".
Achten Sie darauf, dass während des nun folgenden Firmware-Update-Vorgangs die Stromzufuhr der Fritz!Box auf keinen Fall unterbrochen wird.
Tipp 2: Probleme mit der DSL-Verbindung?
Eine neue Einstellungsmöglichkeit in der Fritz!Box kann die Qualität einer schlechten DSL-Verbindung merklich verbessern.
Nicht jeder DSL-Kunde wohnt in direkter Nähe zur nächsten Vermittlungsstelle oder in einem mit sogenannten "Outdoor-DSLAMs" ausgestatteten Wohngebiet. Und je höher die Dämpfung des DSL-Kupferkabels, die mit zunehmender Länge sowie abnehmendem Kabeldurchmesser steigt, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Abbrüchen bei der DSL-Verbindung kommt.
Diese sogenannten Synchronisationsabbrüche zwischen DSL-Modem in der Fritz!Box und DSL-Modem in der Vermittlungsstelle sind vor allem dann extrem störend, wenn Informationen kontinuierlich übertragen werden (Webradio, Internet-TV). Noch schlimmer ist es beim Telefonieren über VoIP, hier wird das Telefonat einfach schroff beendet.
In der neuesten Firmware-Version bietet die Fritz!Box eine Einstellungsmöglichkeit, um die Sicherheit des Modems gegenüber Synchronisationsabbrüchen zu erhöhen. Falls noch nicht geschehen, führen Sie hierzu das in Tipp 1 beschriebene Firmware-Update durch.
Außerdem benötigen Sie für diesen Tipp die Expertenansicht. Der Quick-Tipp oben rechts beschreibt, wie Sie die Fritz!Box entsprechend umstellen. Im Anschluss wechseln Sie zurück in das "Startmenü" und klicken unter "Anschlussinformationen" auf den Link "DSL".
Im folgenden Fenster klicken Sie auf das Register "Einstellungen" und sehen nun eine Skala mit fünf Punkten vor sich. Der Regler befindet sich momentan in der Stellung rechts über "normal". Die Stellung ganz links trägt die Bezeichnung "sicher".
Falls Sie Probleme mit Verbindungsabbrüchen haben, stellen Sie den Regler zunächst eine Stufe nach links und klicken auf "Übernehmen". Ihre Verbindung zur Vermittlungsstelle wird nun unterbrochen und neu synchronisiert. Testen Sie im Anschluss, ob die Verbindungsabbrüche mit der neuen Einstellung abnehmen.
Ansonsten rücken Sie den Regler eine Stufe weiter nach links und wiederholen das Spiel. Achtung: Das Mehr an Verbindungssicherheit kann sich negativ auf Ihre DSL-Bandbreite auswirken. Welche Einstellung in Ihrem Fall den besten Kompromiss darstellt, müssen Sie durch Ausprobieren selbst herausfinden.





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